iGuzzini

Das Letzte Abendmahl

iGuzzini beleuchtet eines der berühmtesten Gemälde der Welt
Als Leonardo da Vinci zwischen 1494 und 1497 für den Herzog von Mailand, Ludovico Sforza, das Letzte Abendmahl schuf, konnte er nicht ahnen, dass sein 4,6 x 8,8 m großes Bild einmal zu den berühmtesten Kunstwerken der westlichen Welt gehören würde. Es zeigt eine Szene aus dem letzten Abendmahl nach dem Evangelium des Johannes, in der Jesus den Verrat an ihm durch einen seinen Jünger vorhersagt.               
Das überdimensionale Gemälde, das sich im Refektorium der Mailänder Konventskirche Santa Maria delle Grazie befindet und samt Kirche 1980 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde, baut aber nicht auf der für die damalige Zeit üblichen Fresko-Technik auf, bei der die Farben auf den noch feuchten Putz möglichst schnell aufgetragen werden mussten.

Da Vinci hingegen setzte für sein Werk die neuartige Secco-Methode ein und arbeitete auf trockenem Putz, um Zeit für die vielen kleinen Details zu gewinnen. Diese innovative Methode begründet aber auch den Umstand, dass sein Werk relativ schnell zu verderben begann und im Laufe der Jahrhunderte zahlreichen Renovierungsarbeiten unterlag. Erst 1999 wurde der letzte Eingriff nach fast 20-jähriger intensiver Restaurierung abgeschlossen, bei der nach dem Abtragen zahlreicher späterer Farbschichten die Originalmalerei mit ihrem Farbenreichtum und vielen Details wieder zu Tage trat.

Da die bisherige Beleuchtung mittels Leuchtstofflampen den strengen Bestimmungen des für architektonische und landschaftliche Kulturgüter zuständigen Ministeriums nicht mehr entsprach, wurde iGuzzini mit der Neukonzipierung der Beleuchtung des Gemäldes und des Refektoriums beauftragt. Dabei standen insbesondere drei Forderungen im Mittelpunkt:
 
Hervorhebung des Farbenreichtums und der vielen kleinen Details für ein optimales Kunsterlebnis
 
Kontrollierte und gleichmäßige Beleuchtung des Gemäldes im Einklang mit den Konservierungsrichtlinien
 
Hohe Energieeffizienz
 
Die ehemalige Beleuchtung mit Leuchtstofflampen wurde durch Strahler des Typs Palco mit Chip on Board (CoB) LED-Technologie ersetzt. Auf einer Schiene unterhalb des Gemäldes installiert, befinden sich die Strahler außerhalb des Sichtfelds der Besucher und ermöglichen einen ungestörten Blick auf das Kunstwerk. Mittels DALI Steuerung sind die Strahler flexibel auf die Beleuchtungsaufgabe anpassbar.  
 
Die eingesetzten CoB-LED der neuesten Generation mit einer warmweißen Farbtemperatur von 3400K geben den Farbreichtum des Bildes optimal wieder: Sie verfügen über ein sehr kontinuierliches Farbspektrum, das sowohl kühle Farben wie Blau, als auch die warmen Farbtöne sehr gut abbildet − mit CRI-Werten der einzelnen Farben zwischen 90 und 100. Es wurde insbesondere auf eine optimale Wiedergabe von Rottönen, dem R9-Wert, geachtet, haben LED hier zum Teil noch ihre Schwächen. Mit der neuen CoB-Technologie erreicht man einen R9-Wert mit ebenfalls CRI>90, so dass die rötlichen Bereiche des Gemäldes, allen voran das rote Gewand Jesu, deutlich zur Geltung kommen. Insgesamt unterstreicht die sehr gute Darstellung der Farben auch die Tiefenwirkung des Gemäldes. Die Farben heben sich deutlich voneinander ab und betonen damit den meisterhaften perspektivischen Bildaufbau des Werkes.
 
Mit dem neuen Beleuchtungskonzept ist es aber nicht nur gelungen, den Farbenreichtum und die vielen kleinen Details des Bildes fast originalgetreu zu inszenieren. Auch die fotometrischen, thermischen und mikroklimatischen Richtlinien Italiens wie der EU für die Klasse sehr empfindlicher Kulturgüter wurden mit 30mal geringeren Werten weit unterschritten, um das Werk da Vincis bestmöglich zu konservieren. Das neue Beleuchtungskonzept für das Refektorium hat die Systemleistung von ursprünglich 3.400W/h auf 570W/h − bei gleichbleibender Beleuchtungsstärke − senken können, was einer Energieeinsparung von 80% entspricht. Mit dieser deutlichen Reduktion des Energieverbrauchs geht auch eine wesentlich geringere Wärmeabstrahlung einher und sorgt so für ein verbessertes Raumklima im Sinne der Konservierung des Kunstwerks.
 
Das Letzte Abendmahl ist eines von vielen Projekten, die iGuzzini im Rahmen seines seit 20 Jahren bestehenden Patenschaftprogramms für italienische Kunst- und Kulturgüter geplant und umgesetzt hat. Beteiligt an der Gesamtkonzeption waren neben dem Forschungs- und Studienzentrum iGuzzini auch die Fachhochschule für Konservierung und Restaurierung (ISCR) sowie die Oberaufsicht für architektonische und landschaftliche Kulturgüter der Provinzen Mailand, Bergamo, Como, Lodi, Monza, Pavia, Sondrio und Varese.
 
Palco
Palco wurde als Strahler speziell für die Beleuchtung von Kunstwerken konzipiert. Der LED-Strahler aus Aluminium zeichnet sich durch sein schlichtes und elegantes Design sowie seine lichttechnischen Leistungen aus. Die Strahler verfügen über patentierte, austauschbare Opti-Beam Reflektoren mit einem sehr hohen Wirkungsgrad und optimaler Lichtverteilung, eine sehr hohe Farbwiedergabe, DALI-Steuerung, integrierten Dimmer und eine breite Auswahl von Zubehör. Verfügbar mit zahlreichen Optiken − von Superspot bis Wide Flood − ist der Strahler Palco für die Beleuchtung kleiner Details ebenso wie für die ganzflächige Beleuchtung von Wänden geeignet. 
   
www.iguzzini.de

Weitere Informationen können interessierte Leser unter diesem Link erhalten:

http://lightisback.iguzzini.com/ultimacena/?lang=de
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